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Die am meisten betroffenen Gelenke...
Der Fall 'Jacobs'

Arthritis und MSM

Arthritis und Osteoporose

Rheumatismus, Arthritis, Arthrose oder Gicht?
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Buchbesprechung

Erfolgsmeldungen

Die Anti-Arthritis-Strategie

Da arthritische Leiden zumeist nicht «monokausal» sind – d.h. dass ihnen in der Regel nicht bloss eine, sondern eine ganze Verkettung von Ursachen zugrunde liegt – sollten sich sowohl vorbeugende wie auch therapeutische Massnahmen nicht auf eine einzelne Vorkehrung beschränken sondern mehrere Ansätze einbeziehen. Parallel dazu sind die üblichen palliativen Massnahmen – d.h. die Einnahme von Schmerzmitteln – so weit zu reduzieren bzw. sukzessive abzubauen, dass die Therapiefortschritte von den Betroffenen wahrgenommen und als zusätzliche Motivationshilfe genutzt werden können. Eine ausgewogene «Anti-Arthritis-Strategie» dieser Art stützt sich im wesentlichen auf die folgenden Massnahmenpakete:


Ernährung
Ausgewogene, vielseitige und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Früchten (die allenfalls auch in konzentrierter Form eingenommen werden können) sowie mit einem moderaten Anteil an Fleisch und einem höheren an Fisch. Im weiteren ist auf ein gutes Gleichgewicht von Säure und Basen sowie auf eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit – mindestens 2 Liter pro Tag – zu achten.

Spezifische «Gelenknahrung»
Zur Regenerierung des für die Funktion der Gelenke entscheidenden Knorpelgewebes ist der Orga-
nismus auf eine ausreichende Versorgung mit zwei Substanzen angewiesen: Glucosamin und Chondroitin. Das Mucopolysachharid Glucosamin ist eine wichtige Aufbausubstanz, die der Regene-
ration der Knorpelmasse dient, während Chondroitinsulfat es dem Knorpelgewebe ermöglicht, Wasser aufzunehmen und zu binden und so zur Geschmeidigkeit der Gelenke beiträgt. Diese Substanzen können dem Körper in Form von Nahrungszusätzen zugeführt werden.

Orthomolekulare Nahrungsergänzung
Daneben gibt es weitere orthomolekulare Nahrungszusätze – so namentlich Vitamine und Mineralien, die die Stoffwechselvorgänge stimulieren, den Bedarf an lebenswichtigen Grundstoffen decken helfen, aggressive Freie Radikale neutralisieren, die Widerstandskraft des Körpers gegen Infektionen erhöhen und die Verwertung der beiden Wirkstoffe Glucosamin und Chondroitin massgeblich begünstigen. Zu diesen orthomolekularen Substanzen zählen die Vitamine C und E, Folsäure und Zink sowie eventuell Gemüse- und Früchtekonzentrate.

Schmerzbekämpfung auf «sanfte» Art
Auf der Suche nach «sanften» Methoden der Schmerzbekämpfung bei Arthritis- und Rheumapatienten sind amerikanische Phytospezialisten und Schmerztherapeuten auf zwei natürliche Substanzen gestossen, die in vielen Fällen gleichwertige oder gar bessere Wirkungen erzielen als entsprechende Chemo-Analgetika. Dabei handelt es sich um MSM – eine Schwefelverbindung, die die Durchlässigkeit und Elastizität der Zellwände fördert und damit Schmerzzustände beseitigen hilft, die vor allem bei Arthritis und rheumatoider Arthritis verbreitet sind – sowie um die Namibische Teufelskralle. Letztere hat sich vor allem als Entzündungshemmer und als Schmerzbekämpfungs-
mittel in der Rheumatherapie bewährt. Beide Substanzen sind weitgehend nebenwirkungsfrei.

Bewegung
Wichtig ist auch eine ausreichende körperliche Bewegung, die jedoch nichts forciert, sondern im Therapiefall auf die beschränkte Belastbarkeit der betroffenen Gelenke Rücksicht nimmt. Dazu zählen gewisse Formen des Yogas und der Gymnastik, die darauf ausgelegt sind, alle Körperpartien und Gelenke zu bewegen. Auf Extremstellungen ist dabei zu verzichten. Auch Fitnesstrainings sind möglich, doch sollten diese medizinisch begleitet werden, wenn sie therapeutischen Zwecken dienen. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass jede weitere Überstrapazierung der betroffenen Gelenke vermieden wird.

Damit ein vernünftiger und ausgewogener Gebrauch der Gelenke gewährleistet werden kann, ist es ratsam, zunächst das Angebot eines medizinischen Fitness-Centers in Anspruch zu nehmen, wie sie heute von verschiedenen Privatkliniken unterhalten werden. Dadurch wird nicht nur eine sinnvolle Unterstützung der Rekonvaleszenz und Rehabilitation durch ein fachlich kontrolliertes Training gewährleistet, sondern es findet auch ein Angewöhnungsprozess statt, bei dem die Betroffenen lernen, von ihren Gelenken vernünftigen und schonenden Gebrauch zu machen.

Körpergewicht
Je höher das Körpergewicht, desto stärker ist in der Regel die Belastung der Gelenke. Deshalb zählt im Falle von Übergewicht dessen vernünftige Reduktion eine dominierende Rolle. Das Hauptaugen-
merk sollte dabei auf den Fettkonsum gerichtet werden. Je besser es gelingt, diesen in den Griff zu bekommen, desto geringer ist die Gefahr, dass sich überschüssige Fettstoffe im Körper ablagern.