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Was ist und was bewirkt
L-Carnitin?
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Schlüsselenergie für Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness
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Vielfältige Anwendungsbereiche;
eine Übersicht
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Von Prof. Liebigs Fleischextrakt
zum Carnitin
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L-Carnitin ein Opfer
behördlicher Intervention?
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Zitate von Linus Pauling,
Lothar Burgstein u. a.
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Buchhinweis
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Präparate Bezugsquellen
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Von Prof. Liebigs Fleischextrakt zum Carnitin
Lange vor der Entdeckung des Carnitins und dessen erster Extraktion aus rotem Fleisch wusste man schon
um den hohen Wert gewisser im Fleisch enthaltener Stoffe als Energielieferant und als essentieller Stoff zur Förderung von Ausdauer und Widerstandskraft wie auch zur Bildung von Muskeln. Einer der grossen Pioniere auf diesem Gebiet war der deutsche Chemiker Prof. Justus Freiherr von Liebig (1803 - 1873), der an den Universi-
täten von Giessen und München lehrte und parallel zu dieser Lehrtätigkeit eine umfangreiche und vielseitige Forschungs-
tätigkeit entfaltete. Viele seiner Arbeiten fanden später Eingang in die industrielle Praxis so unter anderem Düngemittel für die Landwirtschaft, das von ihm erfundene Backpulver und Liebigs Fleischextrakt.
Prof. Justus von Liebig (1803 1873)
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Letzterer entstand, als Liebig erfuhr, dass auf den argentinischen Pampas Rinder weideten, von welchen vor allem die Haut und ausgesuchte Fleischstücke zur Verwertung gelangten, während der Rest des Fleisches verbrannt wurde. Liebig machte diese Verschwendung wertvoller Ressourcen sehr zu schaffen zumal er wusste, dass in Europa vielen Familien das Geld fehlte, um sich eine energie-
reiche und gesunde Nahrung leisten zu können. Er entwickelte deshalb ein Verfahren, das es gestattete, aus dem nicht verwerteten Muskelfleisch einen Extrakt zu gewinnen, in welchem die wertvollsten Nährstoffe erhalten blieben.
So entstand vor rund anderthalb Jahrhunderten «Liebigs Fleischkonzentrat» ein vergleichsweise billiges und vielseitig verwendbares Produkt, welches in früheren Zeiten viel zur Bereicherung der Ernährung und damit zur Verbesserung der Volksgesundheit beitrug. Doch nicht nur ernährungs- physiologisch, sondern auch geschmacklich vermochte das Produkt ausserordentlich viel zu bieten: Die damals eher etwas eintönige Küche erhielt durch den eingedickten Fleischsaft eine wesentliche Aufwertung.
Diesen hochwertigen Fleischextrakt und die Marke Liebig gibt es auch heute noch. Allerdings geriet das Produkt in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts stark in Vergessenheit, wozu der Umstand beigetragen haben mag, dass sich der Extrakt vom einstigen Allgemeingut zum Exklusivartikel und Luxusgut wandelte auch preislich. Was früher buchstäblich in aller Leute Mund war, ist heute ein Geheimtip der Profi- und der Hobby-Köche. Manch bewunderte Fleisch-, Teigwaren- oder Reis-Kreation erhält ihren letzten Schliff durch einen Tupfer aus der geheimnisvollen Dose von Prof. Liebig. Und das Geheimnis vieler hochgelobter Saucen liegt nicht so sehr in der gekonnten Reduktion als vielmehr in der winzigen Zugabe aus dem Fleischkonzentrat-Töpfchen.
Aus dem Extrakt von einst hat man mittlerweile die wichtigste Substanz herausgelöst: das L-Carnitin. Dieses hat für die ausgewogene Nährstoffzufuhr, die Leistungsfähigkeit des Organismus, die Robust-
heit der Psyche, die Resistenz gegen Krankheiten, die Verlangsamung des Altersprozesses und die Unterstützung von Kuren zur Reduktion des Körperfetts eine geradezu dominante Bedeutung, die man erst heute so richtig zu erkennen beginnt. Allerdings würde die klassische Extraktion des Stoffs aus Muskelfleisch den Preis des Stoffs derart in die Höhe treiben, dass er wiederum zum raren Exklusivartikel werden müsste.
Zum Glück ist es jedoch der führenden Produzentin von L-Carnitin, dem schweizerischen Chemie-
unternehmen Lonza AG, gelungen, den Stoff in einem biotechnologischen, naturnahen Verfahren aus anderen Rohstoffen zu gewinnen. Dies in bester Qualität und einer stabilen, lange haltbaren Form. Sie hat damit zugleich Liebigs Idee zu einem neuen Aufschwung verholfen nämlich: möglichst vielen Menschen zu erschwinglichen Konditionen eine ausgewogene, leistungssteigernde und gesunde Ernährung zu ermöglichen.
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