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Was ist und was bewirkt
L-Carnitin?
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Schlüsselenergie für Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness
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Vielfältige Anwendungsbereiche;
eine Übersicht
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Von Prof. Liebigs Fleischextrakt
zum Carnitin
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L-Carnitin ein Opfer
behördlicher Intervention?
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Zitate von Linus Pauling,
Lothar Burgstein u. a.
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Buchhinweis
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Präparate Bezugsquellen
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L-Carnitin Opfer kontraproduktiver Werbeverbote und behördlicher Interventionitis?
Essentielle Nährstoffe wie L-Carnitin, deren ausreichende Verfügbarkeit für die menschliche Gesundheit von ausschlaggebender Bedeutung sein kann, werden durch missbräuchliche Anpreisungen und das Erwecken übertriebener Erwartungen in Misskredit gebracht. Bedauerlich, wenn solch negative Auswirkungen durch allzu rigorose, undifferenzierte Werbeeinschränkungen und durch unbeholfene behördliche Aktionen noch verstärkt statt gemildert werden.
«Diese Turbo-Kapsel verbrennt das Fett schon in Ihren Zellen!» «Das Power-Präparat, das die Pfunde purzeln lässt: 20 Pfund und mehr in nur zwei Wochen!»
«Das Power-Präparat, das die Pfunde purzeln lässt: 20 Pfund und mehr in nur zwei Wochen!» «Wenn bei Ihnen bis jetzt jede andere Diät versagt hat, dann hilft jetzt Carnitin.» Solche und ähnliche Schlagzeilen schreien uns derzeit aus Inseraten entgegen, mit welchen einzelne Anbieter versuchen, mit Übergewichtigen den schnellen Franken zu machen.
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Was ist wirklich dran an solchen Anzeigen und Behauptungen? Zunächst einmal ist festzustellen, dass L-Carnitin ein natürlicher und auch in hoher Dosierung ungefährlicher Ernährungsbestandteil ist, dem für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden eine absolute Schlüsselrolle zufällt. Denn L-Carnitin fördert die Bildung und Erhaltung der Muskelmasse, steigert die körperliche Kraft und Ausdauer, beschleunigt die Regenerierung der Körperzellen, verstärkt die Leistung des Herzens und dessen Belastbarkeit, steigert die Abwehrkräfte des Immunsystems, verkürzt die Rekonvaleszenz nach Krankheit und Unfall, verlangsamt die Alterung und erhöht die Leistungsfähigkeit des Gehirns, verbessert die Lernfähigkeit, schützt das Nervensystem vor Überbeanspruchungen und fördert den Abbau von Fettreserven.
Ärgerlicher Missbrauch eines wertvollen Vitalstoffs
Um so bedauerlicher und ärgerlicher ist es, dass lediglich die letzte Facette dieses faszinierenden Spektrums von Nutzanwendungen herausgegriffen und masslos aufgebauscht wird in einer Art, die fast zwangsläufig zu Enttäuschungen und Frustrationen bei jenen führen muss, die darauf hereinfallen. Denn auf was auch immer die Marktschreier an der Schlankheitsfront stossen ob Apfelessig, chinesische Tees, Spargelextrakte, Ananas und andere exotische Früchte, geheimnisvolle Wässerchen oder Mineralien, Aloe, Holunder, Algenpulver alles wird flugs zum Mittelchen hochstilisiert, unter dessen Einfluss das Körperfett schmelzen soll wie der Schnee an der Märzen-Sonne. Bis zuletzt würde wohl gar noch Schweineschmalz als Schlankmacher verkauft, wenn die Munkelei nicht allzu offensichtlich wäre.
Dadurch wird mancher Stoff, der für den menschlichen Organismus eine gute und segensreiche Wirkung entfalten könnte, zu Unrecht diskreditiert. So auch das L-Carnitin, welches von den kantonalen Lebensmittelkontrollen von Zürich und St. Gallen in einer der Presse zugestellten Warnung vor «gesundheitsschädigenden Schlankheitskuren» mit anderen Produkten in ein und denselben Topf geworfen wurde. Fazit der Lebensmittelkontrolleure: «Die Produkte entziehen dem Körper Wasser oder Fett und binden gleichzeitig für den Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Sie sind deshalb nicht nur wirkungslos, sondern auch gesundheitsschädigend.» Diese Aussage ist in Bezug auf L-Carnitin nicht nur unwissenschaftlich und falsch, sondern sie zeugt zugleich von einer bemühenden ernährungsphysiologischen Ignoranz, wie sie in solchen Verlautbarungen nicht unterlaufen dürfte.
Verunsicherung der Konsumenten durch undifferenzierte behördliche Verlautbarungen
Denn man sollte von Behörden, die im Interesse der öffentlichen Gesundheit zu votieren vorgeben, erwarten dürfen, dass sie sich in ihrer Argumentationsweise differenzierter äussern als jene, die die von ihnen kritisierten Inserate verfassen. Durch die befremdliche Pauschalierung von Substanzen, Produkten und Wirkungen wie auch durch die Tendenz, fehlpositionierte Nahrungszusätze der gesundheitspolitischen Verdammnis zuzuführen, wird letztlich mehr Verwirrung gestiftet und Schaden angerichtet als halbwegs korrekte Aufklärung betrieben.
Diese Feststellung ist vielleicht insofern etwas zu relativieren, als die hier verbreiteten Fehlinformationen nicht zwingend auf die Autorschaft der beiden kantonalen Laboratorien bzw. Lebensmittelinspaktorate zurückgehen müssen; sie können auch das Werk eines in diesen Fragen nicht sehr qualifizierten Redaktors der zuständigen Nachrichtenagentur sein. In diesem Falle bliebe es zumindest unverständlich, weshalb die Nachricht nicht korrigiert wurde.
Dass der Vorwurf der Fehlinformation nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen verschiedene Zuschriften, in welchen sich besorgte Konsumenten von L-Carnitin danach erkundigten, ob sie durch die weitere Verwendung dieses bewährten Nahrungsergänzungsmittels erhöhte gesundheitliche Risiken eingingen darunter auch Personen, die sich gerade durch das Absetzen des Präparats einem gewissen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt hätten.
Kontraproduktive Wirkung von Werbeverboten
Damit zeigt sich auch hier die kontraproduktive Wirkung des in der schweizerischen Lebensmittelverordnung stipulierten Verbots, Nahrungsmitteln und Nahrungszusätzen im Rahmen der Werbung gewichtsreduzierende Eigenschaften zuzuschreiben nota bene auch solche, die einwandfrei belegt sind. Durch diese Informations-Unterdrückung und die damit verbundene Konkurrenzverzerrung werden dem unlauteren Wettbewerb auf diesem Gebiet förmlich Tür und Tor
geöffnet.
Wenn nun aus diesem Dilemma heraus Substanzen wie das L-Carnitin einer der wertvollsten Nahrungsbestandteile und Nahrungsergänzungsstoffe überhaupt in Misskredit gebracht werden, so wird der Volksgesundheit mit solch gesetzlich abgestützten Desinformationen zweifellos ein Bärendienst erwiesen. Um so wichtiger ist es, dass zum Nutzen der Konsumenten der sachlichen und aktuellen Information zu diesem Thema zum Durchbruch verholfen wird. Dies ist auch das Ziel dieser Sonderausgabe unseres Informationsbulletins «Gesundheits-News».
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