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Was ist und wie wirkt Chitosan?

Pionierländer Japan und USA

Kontraproduktiv handelnde Gesundheitsbürokratie verweigert Zulassung

Die Krux falscher Erwartungen und Versprechungen

Hohe Fettabsorptionskraft bestätigt

Haut-, Haar- und Zahnpflege — ein noch wenig bekanntes Anwendungsgebiet von Chitosan.

Die effizienteste und günstigste Variante: reines Chitosan-Pulver!

Buchhinweis

Bezugsquellen Präparate

Hohe Fettabsorptionskraft bestätigt

Diese These wurde von einem japanischen Forscherteam im Rahmen eines Tierversuchs überprüft: In einer vergleichenden Untersuchung mit Ratten fand man heraus, dass die anderen Nahrungsfasern nicht annähernd jene Fettabsorptionskraft entwickeln, wie sie Chitosan eigen ist: Während mit Chitosan rund 50 Prozent der aufgenommenen Nahrungsfette unverdaut wieder ausgeschieden wurden, waren es bei Kapok, Pektin, Guar, Glucomannan (Konjak Tuber) und Zellulose lediglich zwischen 5 und 8 Prozent.

Bei der Verbindung von Chitosan mit Fettstoffen bilden sich kleine, Gel-ähnliche Klümpchen. Der bei bestimmten Medikamenten auftretende, durch Blockierung der Fettabsorption entstehende und für die Betroffenen sehr unangenehme "Fettstuhl" tritt also hier nicht auf, da das unverdaute Fett nicht unverändert im Stuhl verbleibt, sondern in die vom Chitosan gebildeten Gel-Klümpchen eingebunden wird. Allgemein gilt: Je besser und feiner die Qualität des Chitosans, desto besser ist seine Verteilung in Magen und Darm und desto harmonischer verläuft im allgemeinen der Verdauungsprozess.


Allerdings muss bei Chitosan eine wichtige ernährungsspezifische Eigenheit beachtet werden: Der Stoff unterscheidet nicht zwischen "guten" und "schlechten" Fetten und Ölen, sondern bindet undifferenziert jeden Fettstoff. Ungesättigte Fettsäuren und spezifische gesundheitsfördernde Fette – wie beispielsweise das im
Fischöl enthaltene Omega-3 – wie auch an Fettstoffe gebundene Vitalstoffe (so namentlich das Vitamin E) werden von Chitosan genau so gebunden wie gesättigte tierische Fette mit hohen und potenziell schädlichen Anteilen an LDL-Cholesterin. Diesem Umstand ist bei der Einnahmezeit unbedingt Rechnung zu tragen: Zwischen der Aufnahme von "Gesundheits-Fettstoffen" und der Einnahme von Chitosan sollte ein zeitlicher Abstand von rund 4 Stunden eingehalten werden.

Verträglichkeit ist häufig eine Frage der Qualität

Chitosan ist im allgemeinen sehr gut verträglich und kaum mit unerwünschten Nebenwirkungen belastet. Dennoch gibt es zwei spezifische Personengruppen, die auf die Einnahme dieses Stoffs verzichten sollten: Es sind dies einerseits Leute, die auf Meeresfrüchte allergisch reagieren. Generell kann davon ausgegangen werden, dass Personen, die keine Crevetten vertragen, auch mit Chitosan Probleme haben könnten. Das Problem hat sich allerdings erheblich entschärft, seit neue Raffinationstechniken entwickelt wurden, mit deren Hilfe dem Chitin auch die darin enthaltenen Reste an Protein entzogen werden können. Produkte dieses Qualitätsstandards können auch von den meisten Meeresfrüchte-Allergikern vertragen werden.

Eine zweite Kategorie von Personen, die Chitosan nicht oder nur sehr vorsichtig zu sich nehmen sollten, sind Schwangere sowie stillende Frauen. Und dies auch naheliegenden Gründen. Denn werdende Kinder und Babies benötigen auch Fette und die in diesen enthaltenen Vitalstoffe. Eine ausgewogene und auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtete Ernährung geniesst hier in jedem Falle den Vorrang vor allen auf Aussehen und Figur gerichteten Handlungsweisen.

Von besonderem Gewicht ist auch die Frage, ob übergewichtige Kinder Chitosan zu sich nehmen sollen, um ihre Körperfülle zu reduzieren oder nicht weiter anwachsen zu lassen. Auch davon ist dringend abzuraten. Das Problem "dickes Kind" weist in der Regel auf eine Stoffwechselstörung oder eine Fehlernährung hin. Es ist demzufolge dem Arzt oder dem Ernährungsspezialisten zu unterbreiten und nicht mit Massnahmen der Selbstmedikation anzugehen. Dies schliesst zwar Versuche mit Chitosan bei dieser Personengruppe nicht a priori aus, doch sollten diese ausschliesslich unter ärztlicher Aufsicht unternommen werden.

Selbsttest bringt Aufschluss

Auf die Frage nach der individuellen Verträglichkeit und der richtigen Dosierung von Chitosan bei Erwachsenen gibt es nur eine Antwort: selbst testen! Denn während es bei geringen Dosierungen in der Regel zu keinerlei Problemen kommt, können sich bei hohen und sehr hohen Dosierungen gewisse unerwünschte Nebeneffekte einstellen – wie: Verstopfung, unangenehmes Völlegefühl, Aufstossen und Magenbrennen. Deshalb gilt es, die Verträglichkeit – beginnend mit geringen Dosierungen – am eigenen Körper auszutesten.

Wichtig ist jedoch in jedem Falle, dass Chitosan mit viel Flüssigkeit aufgenommen wird. Dadurch wird nicht nur die Verbindung des Stoffs mit dem Nahrungsfett gefördert, sondern zugleich Verdauungsproblemen vorgebeugt. Als Richtlinie kann etwa eine Menge von 2 dl Wasser pro Gramm Chitosan dienen. Auch hier muss man jedoch das ideale Verhältnis selber herausfinden aufgrund der Tatsache, dass jeder Organismus auf Nahrung und Nahrungssupplemente etwas anders reagiert.

Übrigens kann die Wirkung von Chitosan durch die Kombination mit Vitamin C noch gesteigert werden. Dies jedenfalls berichten Ernährungsfachleute, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben. Empfehlenswert ist eine Aufnahme von 500 mg Vitamin C parallel zu jeder Chitosan-Einnahme.