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Was ist und wie wirkt Chitosan?

Pionierländer Japan und USA

Kontraproduktiv handelnde Gesundheitsbürokratie verweigert Zulassung

Die Krux falscher Erwartungen und Versprechungen

Hohe Fettabsorptionskraft bestätigt

Haut-, Haar- und Zahnpflege — ein noch wenig bekanntes Anwendungsgebiet von Chitosan.

Die effizienteste und günstigste Variante: reines Chitosan-Pulver!

Buchhinweis

Bezugsquellen Präparate

Die Krux falscher Erwartungen und Versprechungen


Vorbehalte sind jedoch dort anzubringen, wo Chitosan unter gänzlich falschen Erwartungshaltungen angewendet wird. So haben sich schon vor Jahren unseriöse Anbieter des Produkts bemächtigt und in grossen Anzeigen suggeriert, dass man sich getrost der Völlerei hingeben und praktisch jeden noch so hohen Fettkonsum mit ein paar Kapseln Chitosan ungeschehen machen könne. Oder dass die überflüssigen Pfunde dahinschmölzen wie der Schnee an der Märzensonne, ohne dass man seine Ernährungsgewohnheiten im mindesten ändern müsse. Das ist natürlich purer Unsinn. Dies zeigt die folgende Kalkulation:

2 Gramm Chitosan erster Qualität - das sind bei handelsüblichen Produkten aus USA ca. 8 Kapseln - vermögen 15 bis 25 Gramm Fett zu binden. Dies wiederum entspricht 135 bis 225 Kilokalorien. Damit eignet sich Chitosan vor allem für die Reduktion überschüssiger Fettstoffe in kleinerem bis mittlerem Ausmass. Wer jedoch die Substanz gezielt zur Gewichtsreduktion einsetzen will, kommt um eine bewusste, kalorienreduzierte Ernährung und um ein gewisses Mass an körperlicher Bewegung nicht herum.

Erst wenn es durch den konsequenten Verzicht auf Fettstoffe oder mit Hilfe von Chitosan gelingt, den Fettkonsum auf ein Minimum herunterzuschrauben, beginnt der Körper auf seine Fettreserven zurückzugreifen und diese abzubauen. Dazu bedarf es jedoch
ausserdem eines gewissen Masses an körperlicher Bewegung und Anstrengung, einer guten Versorgung mit Eiweiss sowie einer ausreichenden Aufnahme von L-Carnitin, welches die Umwandlung von Fett in Energie fördert. L-Carnitin ist vor allem im mageren Fleisch vorhanden, kann aber auch als Nahrungssupplement aufgenommen werden.

Beste Resultate bei umsichtiger Anwendung

Wer mit der nötigen Disziplin und Konsequenz eine kalorien- und fettreduzierte Diät betreibt und dabei Chitosan zur Effizienzsteigerung einsetzt, kann mit Hilfe dieser Strategie sehr gute Resultate erzielen. Eine Studie, die 1994 in Helsinki durchgeführt wurde, ergab die folgenden Resultate: Zwei Personengruppen wurden auf eine Diät von 1000 Kilokalorien pro Tag gesetzt. Ihre Nahrung bestand dabei zu 40% aus Fettstoffen, zu weiteren 40% aus Kohlenhydraten und zu 20% aus Proteinen. Mit dem Anteil von 40% Fettkalorien wurde ein Sättigungseffekt erreicht, welcher bei einer einseitig fettreduzierten Diät - zumindest in der Gewöhnungsphase - meist ausbleibt.

Den Teilnehmern aus der einen Gruppe wurden pro Tag 1800 Milligramm Chitosan verabreicht, während jene der anderen Gruppe lediglich ein Placebo erhielten. Eine nach vier Wochen durchgeführte Kontrolle ergab das folgende Bild: Die Personen aus der Placebo-Gruppe hatten ihr Gewicht aufgrund der kalorienreduzierten Ernährung um durchschnittlich 5 Pfund, jene der Chitosan-Gruppe dagegen um 15 Pfund verringert.

Chitosan übernimmt zugleich die Aufgabe einer Nahrungsfaser: Diese von Ernährungsphysiologen empfohlenen Ballaststoffe - eine erwachsene Person sollte davon rund 30 Gramm pro Tag zu sich nehmen - erfüllt im Darm eine reinigende Funktion. Dies brachte Anbieter faserreicher Nahrungsmittel auf den Gedanken, dass auch andere Ballaststoffe eine ähnliche Fettbindekraft entfalten könnten wie Chitosan. Von da war es bis zu einer Verbreitung der Mär von den fettabsorbierenden Nahrungsfasern nicht mehr weit. Und aus dieser Vorstellung entwickelte sich auch die abstruse These von den "Negativ-Kalorien" - d.h. von Nahrungsmitteln, deren Verdauung erheblich mehr Kalorien verzehren soll als sie dem Körper zuzuführen vermögen.