Diese Wirkung wurde in den letzten Jahren gründlich erforscht. Sie gilt heute als wissenschaftlich erwiesen und gesichert.
Die körpereigene Melatonin-Produktion kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden so beispielsweise durch Stress, durch Fehlernährung, durch Störungen im Lebensrhythmus, durch elektromagnetische Strahlung oder ganz einfach durch eine Unterfunktion oder altersbedingte Abnahme des Leistungsvermögens der Zirbeldrüse.
Erwiesen ist, dass Schlaflosigkeit und andere Schlafstörungen durch die zusätzliche Einnahme von Melatonin in sehr vielen Fällen zum Verschwinden gebracht und dass dadurch die regenerativen Funktionen des Schlafs in entscheidendem Masse verbessert werden können.
Eine weitere wissenschaftlich belegte Funktion des Melatonins ist dessen Fähigkeit, sogenannte "Freie Radikale" wirksam zu neutralisieren. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffteilchen, die die Zellmembran angreifen und so zu einer höheren Krankheitsanfälligkeit und zu einer schnelleren Alterung der betroffenen Organe führen können.
Melatonin wurde dank dieser Eigenschaften auch schon als "Superhormon" und als körpereigenes "Wundermittel" bezeichnet, das den Menschen zu einem längeren Leben verhelfen könne. Im Buch "Melatonin Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" der beiden führenden Hormonforscher Walter Pierpaoli und William Regelson (siehe dazu unseren Buchhinweis) lesen wir zu dieser Frage die folgenden aufsehenerregenden Sätze:
"Wir nennen die Zirbeldrüse unsere Altersuhr. Wir altern, weil unsere Zirbeldrüsenfunktion mit der Zeit nachlässt und weniger Melatonin produziert. Die geringere Melatoninmenge signalisiert dem Körper, dass es Zeit für ihn ist, alt zu werden. Doch wenn wir unsere Altersuhr durch eine Melatonin-
einnahme neu einstellen, können wir diese Botschaften rückgängig machen und die Abwärtsspirale des Alterns abwenden."
Ob sich diese Aussagen die im Rahmen wissenschaftlicher Experimente bereits untermauert werden konnten auch durch die empirische Forschung vollauf belegen lassen werden, muss vorderhand noch offen bleiben. Alle Indizien weisen jedoch klar in diese Richtung, wenn auch nicht gerade in der apodiktischen Form des obigen Zitats.
Absolut unbestritten ist jedoch, dass Melatonin vielen Menschen zu einem besseren Schlafverhalten und zu einem allgemein besseren Befinden verhelfen kann natürlich unter der Voraussetzung, dass es in vernünftigem Masse angewendet wird.
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