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Der Schlaf und seine regenerativen Funktionen 

Hauptursachen von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Massnahmen zur Beseitigung von Schlafstörungen

Bewährte Einschlaf- und Durchschlafhilfen

Was tun, wenn das «Schlafhormon» Melatonin nicht wirkt?

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Was tun, wenn das "Schlafhormon" Melatonin nicht wirkt?

Eine von der amerikanischen MMC International Healthcare Service Inc. veranlasste Umfrage unter Personen, welche regelmässig Melatonin zu sich nehmen, hat ein bemerkenswertes Resultat zutage gefördert. So wurde festgestellt, dass Melatonin in rund 50 Prozent der Fälle mit gutem bis sehr gutem und in weiteren 35 Prozent der Fälle mit befriedigendem Resultat genutzt wird.


Lediglich in 15 Prozent der Fälle zeigte Melatonin keine Wirkung; in vereinzelten Fällen wurde dem Produkt gar eine negative Wirkung zugeschrieben. Da es sich um eine nicht repräsentative Umfrage unter Konsumenten und nicht um eine klinische Untersuchung handelte, liessen sich die Ursachen der Wirkungslosigkeit der Melatoningabe natürlich nicht zuverlässig eruieren. Immerhin ergab sich aus Gesprächen mit Betroffenen das deutliche Indiz,
dass die Erfolglosigkeit durch Verhaltensweisen oder Begleitumstände bedingt sind, die die Wirkung der Substanz massiv beeinträchtigen oder ausschalten.

Zur Beurteilung dieser Aspekte und zur Beantwortung der Frage, wie die Erfolgsaussichten einer Melatoningabe verbessert werden können, ist es zunächst hilfreich, sich Klarheit über die Wirkungsweise dieser Substanz zu verschaffen: Das in der menschlichen Zirbeldrüse gebildete Hormon bewirkt – vereinfachend gesagt – eine Verlangsamung wichtiger Körperfunktionen, die subjektiv als Ermüdung wahrgenommen wird. Der Körper wird dadurch gleichsam auf eine niedrigere Tourenzahl gebracht, wodurch er sich entspannen und regenerieren kann.

In der Jugend ist die Melatoninproduktion sehr hoch, mit zunehmendem Alter bildet sie sich stark zurück und erreicht im Rentenalter nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Menge. Melatonin, das bisweilen auch als "Schlafmittel der Natur" bezeichnet wird, hilft in dieser Eigenschaft also vor allem bei funktionaler und altersbedingter Schlaflosigkeit – wenn der Körper wegen des Ausbleibens der durch die Hormone ausgelösten Steuersignale nicht die erforderliche regenerative Ruhe finden kann.

Unwirksam oder nicht genügend wirksam bleibt Melatonin somit in allen Fällen, in welchen der Körper starken Einflüssen ausgesetzt ist, die der Verlangsamung der Funktionen entgegenwirken. Es sind dies insbesondere:

• Paralleleinnahme starker – insbesondere Benzodiazepinhaltiger – Schlafmittel. Diese können bei Dauereinnahme sogar die Schlaflosigkeit fördern statt ihr entgegenzuwirken.

• Schlafstörende Essgewohnheiten: Opulente Mahlzeiten und der Konsum alkoholhaltiger Getränke kurz vor dem Zubettgehen können den Körper so stark strapazieren, dass er keine Ruhe findet.

• Saurer Magen: Der übermässige Verzehr säurebildender Nahrungsmittel kann zur Magenübersäuerung und saurem Aufstossen führen. Auch dies verunmöglicht einen ruhigen Schlaf und ein erholsames Durchschlafen.


• Zu helle Schlafräume: Melatonin – ob das von der Zirbeldrüse produzierte oder das zusätzlich eingenommene – wirkt vor allem in der Dunkelheit; in der Helligkeit baut es sich sehr rasch wieder ab. Zu viel Licht wirkt sich somit kontraproduktiv aus.

• Psychische Belastungen: Auch Belastungen psychischer Natur können sich auf den Schlaf sehr negativ auswirken. Da Melatonin zwar Müdigkeit provoziert, aber nicht als Beruhigungsmittel dient, können psychisch bedingte Verkrampfungen die Wirkung des Hormons ausschalten.

• Stress: Diese besondere Form der psychischen Belastung tritt vor allem bei Überforderungen am Arbeitsplatz und im privaten Bereich auf. Auch Stress, der über längere Zeit anhält, kann die natürliche oder durch Melatonin herbeigeführte Müdigkeit überlagern und den Schlaf stören.

Damit ist auch schon angedeutet, mit welchen Mitteln Betroffene ihre Aussichten auf erholsamen Schlaf nachhaltig erhöhen und die Wirksamkeit von Melatonin entscheidend verbessern können:

• Keine Einnahme starker konventioneller Schlafmittel parallel zum Melatonin-Konsum.

• Auf richtige Dosierung des Melatonins achten und dieses ausschliesslich vor dem Zubettgehen einnehmen.

• Abends keine opulenten, schwer verdaulichen Mahlzeiten einnehmen.

• Vor dem Zubettgehen keinen alkoholhaltigen Schlummertrunk oder koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen, sondern Tee, Milch oder Wasser.

• Bei säureüberschüssigen Mahlzeiten ein Mittel – z.B. Kalzium- und Kaliumkarbonat – einnehmen, welches das Säure/Basen-Verhältnis im Magen ins Gleichgewicht bringt.

• Auf genügende Dunkelheit im Schlafzimmer achten und Geräte mit starken elekromagnetischen Abstrahlungen vom Netz trennen.

• Nervosität mit sanften Beruhigungsmitteln – vorzugsweise auf der Basis von Baldrianwurzel-Extrakt – dämpfen.

• Psychische Belastungen und Stress mit entspannungsfördernden biologischen Mitteln bekämpfen. Am besten eigenen sich Präparate aus Kava Kava-Extrakten.

• Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmungen mit Extrakten aus Johanniskraut aufzuhellen versuchen.

(Lesen Sie dazu auch unsere Hinweise in den Beiträgen "Massnahmen zur Beseitigung von Schlafstörungen" und "Bewährte Einschlaf- und Durchschlafhilfen".)