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Der Schlaf und seine regenerativen Funktionen 

Hauptursachen von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Massnahmen zur Beseitigung von Schlafstörungen

Bewährte Einschlaf- und Durchschlafhilfen

Was tun, wenn das «Schlafhormon» Melatonin nicht wirkt?

Bezugsquellen Präparate

Hauptursachen von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

  
Wer von Schlafstörungen geplagt wird, sollte sich zunächst einmal über die Ursachen Klarheit zu verschaffen suchen, die diesen Problemen zugrunde liegen könnten. Und davon gibt es immerhin eine ganze Reihe. Hier kurz die wichtigsten:


• Neurologische Störungen: Die Beeinträchtigung des Gehirns und des zentralen Nervensystems durch Krankheit oder Unfall löst sehr häufig auch Schlafstörungen aus. Diese sind zumeist jedoch nur Begleit-
erscheinungen ungleich schwerer wiegender gesundheitlicher Probleme.

• Psychische Belastungen: Betroffen sind namentlich Personen, die ihre privaten und geschäftl-
ichen Sorgen "mit ins Bett nehmen". Das Wälzen dieser Probleme hindert sie in der Folge am Einschlafen - und die Feststellung, dass sie darob nicht schlafen können, veranlasst sie, sich noch tiefer mit all jenen Problemen zu beschäftigen, die sie letztlich gar nicht zu lösen vermögen. Ein fataler Kreislauf sozusagen.

• Stress: Eine spezielle Form der psychischen Belastungen stellen jene geistigen und seelischen Überforderungen dar, für die die Amerikaner den Begriff "Stress" geprägt haben: Termindruck ,Probleme mit Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen, kaum zu erfüllende gesellschaftliche und familiäre Verpflichtungen – kurz: Probleme, die die Betroffenen nicht die zu einem gesunden Schlaf erforderliche innere Ruhe finden lassen.

• Drogen: Darunter sind weniger die "harten Drogen" zu verstehen – bei deren Konsum Schlaf-
störungen noch das geringste aller Übel darstellen – als vielmehr jene Genussmittel, deren Über-
konsum oder Konsum zur Unzeit zu gesundheitlichen Problemen führen kann – so namentlich Alkohol und Tabak. Der vielerorts zur Tradition gehörende "Schlummertrunk" in Form alkoholischer Getränke hat häufig zur Folge, dass sich der Schlaf lange Zeit nicht einstellen will. Auch starkes Rauchen ist einem gesunden Schlaf nicht förderlich. Beim letzteren kann nicht nur ein übermässiger Konsum, sondern auch ein Entzug zu beträchtlichen Schlafstörungen führen. Zu den schlafhemmenden Drogen zählt aber auch eine ganze Reihe von Medikamenten – vor allem dann, wenn bei ihrer Einnahme nicht auf die "innere Uhr" geachtet wird.

Ernährung: Ein Faktor, dem bei der Beurteilung von Schlafstörungen noch immer viel zu Bedeutung beigemessen wird, ist die Ernährung. Tatsächlich können einseitige Ernährungsweisen oder ein falsches Timing – wie beispielsweise schwere Speisen kurz vor dem Zubettgehen – zu einer Überbelastung des Magen-Darm-Traktes führen und sich so sehr negativ auf die Qualität des Schlafs auswirken. Im Vordergrund steht dabei namentlich das chronische Säure/Basen-Ungleichgewicht, welches – entgegen einer weit verbreiteten Meinung – nicht nur Magenkrämpfe und saures Aufstossen, sondern auch ernsthafte Beeinträchtigungen des Stoffwechsels nach sich ziehen kann.

• Hormonelle Ursachen: Ein Aspekt, dem hierzulande noch kaum Beachtung geschenkt wird, ist die nachlassende Funktion der Zirbeldrüse. Diese produziert das Hormon Melatonin, welches dank seiner dämpfenden Eigenschaften auch als "Schlafhormon" bezeichnet wird. In der zweiten Lebenshälfte bildet sich die Melatonin-Produktion der Zirbeldrüse stark zurück. Es ist deshalb kein Zufall, dass viele ältere Leute über zunehmende Schlafprobleme klagen, obwohl sie sich psychisch und physisch gesund fühlen.

• Umgebung: Häufig liegen die Ursachen der Schlafprobleme aber auch im Umfeld der Betroffenen: Störgeräusche aus der näheren und ferneren Umgebung, Schnarchgeräusche des Partners, ungenügende Abdunkelung der Schlafräume, elektromagnetische Strahlungen von Leitungen und Geräten und andere Faktoren können bewirken, dass der Schlafrhythmus erheblich gestört und die Qualität der Schlafphasen beeinträchtigt werden.