Bachblüten - Die Blütentherapie nach Dr. Bach

Die Bach-Blütentherapie ist ein in den 30er Jahren von dem englischen Arzt Edward Bach begründetes alternativmedizinisches Verfahren. Die Idee, die dem Verfahren zugrunde liegt, ist die Annahme, dass jede körperlichen Krankheit aus einer seelischen Gleichgewichtsstörungen resultiere. Die Ursache der Störung sei eine Spannung zwischen der Persönlichkeit und der Seele, und eine Gesundung könne nur durch die Harmonisierung auf geistig-seelischen Stufe bewirkt werden. Dazu beschrieb Bach ursprünglich neunzehn Gemütszustände erweiterte dann aber auf 38 disharmonische Seelenzustände. Diesen ordnete er Pflanzenteile und Blüten zu, die er in wässerige Flüssigkeiten legte und zum Teil auch kochte. Dadurch sollten die angeblich vorhandenen Schwingungen an die Flüssigkeit übertragen werden. Aus dem gelagertem Wasser werden anschließend die Bachblüten gewonnen. Bisher ist es allerdings noch niemanden gelungen, eine Wirksamkeit dieser Essenzen in einer wissenschaftlich korrekten Doppel-Blind-Studie zu belegen.

Bach war (nageblich) Anhänger von Carl Gustav Jung und wählte die Pflanzen „intuitiv“ danach aus, welche "positiven archetypischen Seelenkonzepte" diese angeblich verkörpern. Damit übernahm er ein Konzept, dass sich ebenfalls einer rationalen Überprüfung entzieht. Allerdings war die Bachblütentherapie zur Zeit ihres Erfinders und auch in den Jahrzehnten nach seinen Tod ohne Relevanz. Erst seit dem Ende der 70er-Jahre wurde sie in beginnenden Esotherikboom durch den Esoterikjournalisten Wulfing von Rohr und der Heilpraktikerin Mechthild Scheffer propagiert. Weitere Popularitätsschübe bekam die Bachblütentherapie durch Berichte in der Regenbogenpresse und durch die Talkshow „Schreinemakers live“.

Aufgrund der starken "Verdünnung" ist nach fachmedizinischer Sicht durch Bach-Blütenessenzen eine physiologische Wirkung nicht zu erwarten. So konnte auch in wissenschaftlichen Studien nicht belegt werden, dass eine Wirksamkeit von Bach-Blütenessenzen über die von Placebos hinausgeht.

Wer also bei ernsthaften medizinischen Problemen auf die Bachblüten-Therapie vertraut, kann mit gesundheitlichen Konsequenzen nach versäumten schulmedizinischer Handlungsmöglichkeiten rechnen. Aber diese Art der "Drohmedizin" ist ja ein gängiges Vorgehen der Schulmedizin.

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