Ursachen von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Ein tiefer und erholsamer Schlaf ist für ca. 15 % der Erwachsenen keine Selbstverständlichkeit.

Wie kommt es, dass so viele Menschen nachts nicht ein-, durch- oder lange genug schlafen können und wann spricht man überhaupt von einer Schlafstörung?

Wer mehr als einen Monat lang an drei oder mehr Nächten pro Woche mehr als 30 Minuten wach liegt, nach dem nächtlichen Aufwachen nur schwer wieder einschlafen kann oder morgens aufwacht, bevor er richtig ausgeschlafen hat, leidet unter einem ernstzunehmenden Schlafproblem und sollte seinen Hausarzt aufsuchen.

In diesem Beitrag geht es um die wichtigsten Ursachen von Schlafstörungen.

Psychische Probleme und Belastungen

Psychische Probleme sind eine häufige Ursache von Einschlafstörungen. Wer nachts nicht abschalten kann, seine Sorgen und Probleme quasi mit ins Bett nimmt, liegt oft stundenlang schlaflos im Bett, weil seine Gedanken ständig um seine Probleme, z. B. Geldsorgen, kreisen. Auch die Schlafstörung an sich wird zum Gegenstand der Grübeleien. Schon vor dem Zubettgehen beherrscht einen die Angst vor einer weiteren schlaflosen Nacht, und ehe man sich versieht, steckt man in einem Teufelskreis der Schlaflosigkeit.

Beruflicher oder privater Stress

Ständiger Termindruck, berufliche Überlastung, Probleme mit Vorgesetzten, Kollegen (Mobbing) und Untergebenen können einem nachts den Schlaf rauben. Dies gilt auch für Eheprobleme und Sorgen um die Kinder oder andere Verwandte. Doch gerade der Schlafmangel führt dazu, dass man am nächsten Tag unausgeschlafen und infolgedessen nicht leistungsfähig oder unausgeglichen ist, was zwangsläufig zu einer Verschärfung der Probleme führt.

Kaffee, Drogen und Medikamente

Wer vor dem Einschlafen Kaffee oder Alkohol trinkt, raucht oder Medikamente einnehmen muss, wird selbst zum Auslöser seiner Schlafprobleme. Medikamente, die Schlafstörungen hervorrufen können, sind koffeinhaltige Erkältungsmittel, Bluthochdruckmittel, Hormonpräparate, antriebssteigernde Antidepressiva und viele andere.

Körperliche und neurologische Ursachen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Magenleiden, Migräne, Hormonstörungen, Stoffwechselerkrankungen und Nervenerkrankungen verursachen Ein- und Durchschlafstörungen. Nervenstörungen sind meist Begleiterscheinungen schwerer Krankheiten. Hierzu zählen die Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose und Diabetes.

Hormonell bedingte Schlafprobleme treten verstärkt bei älteren Menschen auf, weil bei ihnen die Melatonin-Produktion der Zirbeldrüse nachgelassen hat. Sie leiden auch häufig unter Nykturie, d. h. nächtlichem Wasserlassen.

Ernährung

Eine einseitige Ernährungsweise oder der Genuss von schwerverdaulichen Lebensmitteln kurz vor dem Schlafengehen können den Magen-Darm-Trakt überlasten. Dazu zählen vor allem fettreiche Nahrungsmittel wie fettes Fleisch oder Bratkartoffeln. Eine ständige, durch falsche Ernährung verursachte Übersäuerung des Körpers führt zu einem chronischen Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts. Dieses wiederum kann neben Sodbrennen und Magenkrämpfen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Gicht, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion auslösen.

Eigene Lebensweise und äußere Einflüsse

Wer im Schichtdienst arbeitet, hat nicht die Möglichkeit, jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Oft wird sogar der Schlaf-Wach-Rhythmus total auf den Kopf gestellt. Zudem schläft, wer sich tagsüber hinlegt, meist kürzer und weniger tief als nachts.

Auch wer seine Müdigkeit verdrängt anstatt ins Bett zu gehen, sobald sie auftritt, hat später mit Einschlafschwierigkeiten zu kämpfen.

Weitere Störfaktoren sind Lärm, entweder von außen oder das Schnarchen des Partners, unzureichende Abdunkelung, eine zu hohe Schlafzimmertemperatur und Elektrosmog, der durch elektrische Leitungen, Handys, WLAN-Router und andere technische Geräte verursacht wird.

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